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12.3.26 Motorrad-Yoga am äussersten Zipfel

  • tr7079
  • 12. März
  • 2 Min. Lesezeit

Çam Burnu fühlt sich ganz anders an als das raue İnceburun. Der Name bedeutet tatsächlich „Kiefernkap“, und wenn man dort ankommt, steht man oft mitten in einem stillen Kiefernwald, der bis fast ans Meer reicht. Der Duft von Harz liegt in der Luft, und zwischen den Stämmen öffnen sich immer wieder Blicke auf das Schwarzes Meer. Es ist einer dieser Orte, an denen Wald und Meer ineinander übergehen. Viele Türken kommen hierher zum Picknick, aber ausserhalb der Saison kann es erstaunlich ruhig sein.


Yason Burnu hingegen wirkt fast wie eine kleine Bühne im Meer. Die flache Halbinsel schiebt sich sanft ins Wasser hinaus, mit Wiesen, Felsen und der kleinen steinernen Kirche. Historisch erinnert der Ort an die Zeit, als entlang der Schwarzmeerküste viele griechische Gemeinden siedelten.

Der Name geht auf den mythologischen Seefahrer Jason zurück – daher auch die Bezeichnung „Cape Jason“. Heute steht dort die restaurierte Kirche des Heiligen Nikolaus, ein stiller und sehr fotogener Ort (leider war sie geschlossen).Am Yason Burnu lohnt es sich, einmal um die ganze Landzunge herumzugehen. Von der Rückseite sieht man besonders schön, wie das Meer die dunklen Felsen umspült – und mit etwas Glück ist auch dort kaum jemand unterwegs.

Das türkische Wort burnu bedeutet wörtlich «seine Nase». Es wird im übertragenen Sinne auch für die Spitze oder geografisch für ein verwendet.

Obwohl auf dieser Landzunge striktes Fahrverbot herrscht, habe ich mich beim Tee mit dem Parkwächter darauf geeinigt, dass er mir 5 Minuten erlaubt, um draussen beim Leuchtturm ein Foto zu machen. Seine Reaktion auf das Yoga-Foto war köstlich.


Ordu

Am Rand des Schwarzen Meeres liegt Ordu wie eine ruhige Schale zwischen Wasser und grünen Hügeln. Die Hänge tragen Haselnussgärten, dicht und weich wie ein Teppich, den der Regen des Nordens nährt.

Vom Boztepe (Sessellift) blickt man hinunter auf die Stadt, auf das dunkle Meer und die Möwen, die im Wind stehen. Alles wirkt weit und still – als würde die Zeit hier einen Moment langsamer gehen.

Und wenn der Abend kommt, legt sich ein silbriges Licht über die Küste, und Ordu scheint nur noch aus Meer, Wind und leisen Stimmen zu bestehen.

 
 
 

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