Kayaköy – Das Echo der Stille (12.4.25)
- tr7079
- 15. Apr. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Zwischen den grünen Hügeln bei Fethiye liegt Kayaköy – ein Dorf ohne Stimmen, doch voller Geschichten. Wind streicht durch leere Fensterhöhlen, als würde er längst Verstummtes flüstern. Verwunschene Gassen, von Ginster und Zeit überwuchert, führen vorbei an Mauern, die einst Heimat waren.



Hier lebten einst griechische Familien, bauten Häuser, beteten in zwei Kirchen, lachten, liebten, lebten – bis das große Schweigen kam. 1923 verließen sie ihre Heimat, und mit ihnen ging das Herz des Dorfes. Seitdem trägt Kayaköy das leise Gewicht der Erinnerung.
Ich wandere allein durch die Ruinen, spüre, wie mich der Ort umfängt – nicht mit Traurigkeit, sondern mit einer tiefen Würde. Hier wird nichts beschönigt, nichts beschallt. Kayaköy redet nicht, aber es erinnert. An das Miteinander. An das Getrenntwerden. An die Zerbrechlichkeit von Frieden.
Ein Ort, der die Seele berührt – nicht durch das, was ist, sondern durch das, was fehlt.






Kommentare